Beispiel 1: Airknives und Düsenfelder
Wenn Sie Düsenfelder endlich verstehen wollen ...
Bereits seit Jahrzehnten werden solche Düsenfelder immer wieder ausgiebig untersucht. Sie sind in der einchlägigen Literatur (z.B. VDI-Wärmeatlas) ausführlich beschrieben. Tatsächlich ist das Thema aber immer wieder Gegenstand aktueller Forschung. Die Strömungsvorgänge sind sehr verwickelt und zudem meßtechnisch nur aufwendig oder gar nicht zu erfassen. In der Vergangenheit verwendete indirekte Meßmethoden (z.B. die Analogie zwischen Wärme- und Stoffübergangsvorgängen) bergen zahlreiche Fehlerquellen. Neue meßtechnische Ansätze ergänzen die Erkenntnisse aus älteren Messungen oder entlarven immer wieder selbst jahrzehntealte Lehrsätze als Ergebnis von Fehlschlüssen. Literaturwerte aus verschiedenen Quellen zum Wärmeübergang zwischen Prallstrahlen und einer festen Wand unterscheiden sich um bis zu 300%. Die Literaturlage ist alles andere als konsistent. Seit einiger Zeit ist es möglich, den Wärmeübergang zwischen Düsenfeldern und Oberflächen, z.B. einer Platte nicht nur integral, sondern auch örtlich und zeitlich aufgelöst zu erfassen. Seit der Jahrtausendwende ist hierzu eine ganze Reihe von Forschungsarbeiten an verschiedenen Hochschulen entstanden. Die nun möglichen Messungen zeigten, daß die in der Literatur hinterlegten Bestimmungsgleichungen die tatsächlichen Vorgänge nur teilweise richtig und auch nur im zeitlichen Mittel korrekt wiedergeben. Die numerische Strömungssimulation kann aktuelle Forschungsergebnisse nicht vorwegnehmen. Sie kann auch das Experiment nicht ersetzen. Sie protokolliert aber systembedingt alle Parameter im gesamten System. Das ist ein Vielfaches dessen, was meßtechnisch jemals erfaßbar wäre. Diese Parameter stehen auf Wunsch räumlich und zeitlich aufgelöst im gesamten Volumen zur Auswertung zur Verfügung. Zum Beispiel ist es möglich, einzelne Stromfäden oder Partikel zu verfolgen. Dasselbe gilt für die Strömungszustände entlang ihres Weges. Alle Parameter können in vielfältiger Weise visuell dargestellt werden. Die folgenden Beispiele zeigen nur einen kleinen Ausschnitt der Darstellungsmöglichkeiten. Wo das Experiment den Ist-Zustand quantitativ dokumentiert, erleichtert die Strömungssimulation daher vor allem das Verständnis des Ist-Zustandes. Sie macht Zusammenhänge deutlich, die im Experiment verborgen bleiben. Sie zeigt damit auch, wo Möglichkeiten zur Optimierung bestehen und wo es voraussichtlich keine Möglichkeiten mehr zur Verbesserung gibt. Zu Vergleichszwecken können auch Anordnungen untersucht werden, die fertigungstechnisch nicht oder nur mit unvertretbarem Aufwand herstellbar wären. Das folgende Beispiel zeigt eine Leiterplatte unter zwei verschiedenen Düsenfeldern, wie sie u.a. in Reflow-Lötanlagen verwendet werden. Auslöser für diese Simulation waren übrigens die völlig widersprüchlichen Versuchsergebnisse, zu denen zwei verschiedene mit der Optimierung beauftragte Hochschulen gekommen waren. Ein Klick auf die Vorschaubilder zeigt Ihnen das zugehörige Vollbild. Weiteres auf Anfrage
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In
zahlreichen Prozessen zur Trocknung, bzw. Wärmeübertragung kommen
Felder aus Loch- oder Schlitzdüsen zum Einsatz.



